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FETTSÄUREZUSAMMENSETZUNG BEI

SCHWEINEN VERSCHIEDENER
GENOTYPEN IM VERGLEICH ZU MANGALICA

Dr. Péter Szabó1-Dr.Tibor Farkas2
Universität Debrecen, Zentrum für Agrarwissenschaften, Lehrstuhl für Tierzucht und
Fütterungskunde – Ungarische Akademie der Wissenschaften, Zentrum für Biologie
Szeged

Einleitung

In den vergangenen fünfzig Jahren sind in allen Bereichen des Lebens radikale
Veränderungen vor sich gegangen. Dies gilt auch für die Art unserer Ernährung.

Der Entwicklungs-und Lebensstandard eines Landes kann mit mehreren Kennwerten
ausgedrückt werden. So war in den vergangenen Jahrzehnt der Fleischverbrauch pro
Person und Jahr bis zu einem gewissen Grad mit dem Wachstum des materiellen
Wohlstandes verbunden. Während dieser Wert in den Mitgliedsländern der EU 80 – 100 kg
hoch ist (FAO, 2000), erreicht er in Ungarn weniger als 60 kg. Die Steigerung des
Fleischverbrauches der EU ist jedoch in den letzten Jahren zum Stehen gekommen. An
Stelle der Quantität ist die Qualität getreten (E. KALM, 1994). In Dänemark und
Österreich ist der Schweinefleischverbrauch höher als der gesamte Fleischverbrauch in
Ungarn.

Gesunde Ernährung ist ein wichtiger Grundsatz geworden. Der Geflügelfleischverbrauch
wird laut Prognose in Regionen der EU und der USA in solchem Maße steigen, dass er den
Schweinefleischverbrauch mehrfach übertrifft.

Kreislauferkrankungen resultieren häufig aus Bewegungsmangel bei übertriebenen
Energiezufuhr. Der bekannteste Energieträger der Ernährung ist das Fett. Deshalb hören
wir immer wieder den guten Ratschlag: essen wir weniger Fett und fette Fleischgerichte!
Nach I. KISS und I. EMBER (2000) kann die Ausbildung von Dickdarm-und
Brustgeschwülsten als Folge des Verzehrs von fettreichen Gerichten nicht ausgeschlossen
werden. Gleichzeitig berichten sie mit Bezugnahme auf andere Verfasser über ein
vermindertes Risiko von Magenkrebs bei gesteigerter Fettaufnahme.

Die Schweinezüchter sind seit einem halben Jahrhundert bemüht, den Fettgehalt des
Schweins zu vermindern. Statt der einst 40 – 50, sogar 70 % (B. DORNER, 1921, F.
CSÁKY, 1933) enthält ein Schwein heute höchstens 20 – 30 % Fett (K. GOSZTONYI – R.
LÁSZTITY, 1993). Die Fettproduktions-und Fetteinbaufähigkeit der einzelnen Rassen
sind unterschiedlich. Die über starke Wachstumsintensität verfügenden Rassen erreichen
das Schlachtgewicht bereits vor dem Beginn der intensiven Fettbildung. Die richtige
Fütterung dient auch der Verminderung der Fettbildung. Die Fettablagerung im tierischen
Organismus ändert sich auch unter dem Einfluss des Geschlechtes oder der Sterilisation.
Auch der Fettgehalt der aus den einzelnen Körperteilen gewonnenen Fleisch teile, sogar der
Fettsäuregehalt der Fette ist unterschiedlich. Der „Kampf“ gegen das Fett führte dazu, dass
das Fleisch wegen der Verminderung des intramuskulären Fettes geschmacklos wurde und
aufgrund fehlender Geschmacks-und Aromastoffe einen verminderten Genusswert hat.
Auch die Essenszubereitung kann das Gleichgewicht unserer Energiebilanz stören. Wenn
man aus dem 3 – 4 % Fett enthaltenden Fleisch paniertes Schnitzel zubereitet, wird der
Fettgehalt des Gerichtes um mindestens 10 % zunehmen. Auch variiert der Fettgehalt in
den verschieden Produkten aus Schweinefleisch stark. (Schinken (5%), Pariser Wurst (10
%, Debrecener Wurst (28 %) oder Wintersalami (47 %) (K. INCZE – I. CSAPÓ, 2000)).


Die Experten der Ernährungswissenschaft machen uns neben dem Fettgehalt auch auf die
Wichtigkeit der Fettsäurezusammensetzung der Fettstoffe aufmerksam. Menge und Anteil
der gesättigten und ungesättigten Fettsäuren unterscheidet sich je nach Tierart und
Körperteil, er kann sogar durch die Fütterung geändert werden (J. GUNDEL – I-né
HERMÁN, 2001). Die gesättigten Fettsäuren sind ernährungsphysiologisch ungünstig. Der
Verzehr von einer oder mehrerer Doppelbindungen enthaltenden ungesättigten Fettsäuren
ist gesünder (SCHEEDER et al., 1998), jedoch können wegen der gesteigerten
Lipidperoxidation krebserregende Produkte entstehen. In physiologischer Hinsicht ist auch
das Verhältnis der einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren von Wichtigkeit (L.
BOROSS – M. SAJGÓ, 1993).

Material und Methoden

Wir haben 10 Schweinegruppen unterschiedlichen Genotyps unter völlig gleichen
Haltungs-und Fütterungsbedingungen im Versuchsbetrieb der Fakultät gemästet. In der
Fakultät wurde die Herdbuchkontrolle des ungarischen weißen Landschweins, der
ungarischen Landrasse, des Duroc und des Pietrain durchgeführt. Ebenso organisiert die
Fakultät die Genaufbewahrung der Rassenn des Mangalizaschweins, vermehrt das
Cornwall. und hält den Versuchsbestand des Mangelhaftegalicaschwienes zur
Genkartenaufnahme. Deshalb bot sich uns eine seltene Möglichkeit zum Vergleich der
Mastleistung und des Schlachtkörperwertes der verschiedenen Genotypen.

Die Schweine wurden in 10 Tiere zählenden Gruppen, geschlechtlich nicht getrennt, in
Buchten mit Einstreu gehalten und aus kombinierten Fütterungsanlagen gefüttert. Der
Versuch wurde zweimal wiederholt. Auf ein Tier entfiel ein Platz von 1,2 m2. Die
Schweine wurden mit einem Gewicht von etwa 30 kg in die Mast eingestellt und erhielten
bis zu einer Körpermasse von 60 kg Futtermischung I und danach Futtermischung II. Die
Zusammensetzung und Inhaltstoffe der Futtermischungen sind in Tabelle 1 angegeben.

Das Mastendgewicht der modernen Schweinerassen (ungarisches weißes Landschwein,
ungarische Landrasse, Duroc und Pietrain) betrug 130 kg, während die Rassen Mangaliza,
Cornwall und deren Kreuzungen bis zu einer Endmasse von 140 kg gemästet wurden.
Dementsprechend können die prozentualen Werte der Lebendmassenzunahme pro
Lebenstag und Mastdauer, des Schlachtalters sowie des Muskelfleischanteils und der
Weißware nur innerhalb der beiden Nutzungstypen bewertet werden (Tabelle 2). Das
Mastendgewicht beträgt auf Wunsch des spanischen Abnehmers 140 kg. Wir haben das
Mastendgewicht der „modernen“ Schweine mit 130 kg fixiert, um annähernd gleiche
Voraussetzungen für die Untersuchung von Mast, Fleisch und Fett zu schaffen.

Die Fettsäuren wurden im Laboratorium des Zentrums für Biologie in Szeged, die
Fleischsorten im zentralen Laboratorium der Universität Debrecen, Zentrum für
Agrarwissenschaften durchgeführt.


Tabelle 1: Zusammensetzung und Inhaltstoffe der Futtermischungen

Bezeichnung
Maßeinheit
Mastfutter I.
Mastfutter II.
Futtermischung
Grundstoffe :
Mais % 58 50
Weizen % 20 32
Konzentrat Optina Energy % 22 18
Inhaltsstoffe, gerechnet:
DEs MJ/kg 14,023 14,08
MEs MJ/kg 13,69 13,73
Roheiweiß % 16,06 15;31
Rohfaser % 3,91 15,31
Rohfett % 4,39 3,98
Lysin % 0,93 0,83
Methionin % 0,31 0,29
Methionin + Cystin % 0,63 0,61
Ca % 0,737 0,612
P % 0,556 0,513
Na % 0,17 0,149
Vitamin A Ne/g 6,032 4,936
Vitamin D Ne/g 1,043 0,853
Vitamin E Ne/g 20,02 16,38



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ergebnisse und Diskussion

Die Mangalicaschweins und ihre Kreuzungen haben die Schlachtmasse zwei Monate
später (23 %) erreicht. Während dieser Zeit haben sie absolut um 15,05 %, relativ
ausgedrückt um 52,4 % mehr Fett, absolut um 13,2 %, relativ um 23 % weniger Fleisch in
ihren Körper eingebaut. In der Praxis werden diese Rassen unterschiedlich gehalten und
gefüttert da sie als Rohstoff für die Herstellung anderer Produkte dienen.

Die Proben für die Untersuchung des Fettgehaltes der einzelnen Typen wurden laut
Genehmigung des Schlachthofes ausschließlich dem Kammfleisch entnommen.

Der durchschnittliche Trockensubstanzgehalt der Kammfleisch teile betrug bei den zu
unterschiedlichen Genotypen gehörenden Schweinen 35,21 % (Tabelle 3). Die
Varianzanalyse der Angaben von 100 Tieren, die zu 10 Genotypen gehören, weicht
lediglich in der Stufe P 10 % ab. Das bedeutet, dass weder der Genotyp noch das
Geschlecht im Trockensubstanzgehalt eine statistisch zuverlässige Abweichung
hervorgerufen hat. Den höchsten Trockensubstanzgehalt haben wir im Fleisch der
Kreuzungen D x Mangaliza F1 und F2 (38,03 –36,50), den niedrigsten bei den Rassen
Pietrain und Landrasse (33,53 – 32,58) gefunden.

Tabelle 2: Mast-und Schlachtparameter der Versuchsgruppen

Bezeichnung

Ungar.
weißes

Land

schweines

(LW)

Ungar.
Landr.
(LR)
Duroc
(D)
Pietrain
(P)
Cornwall
(C)
Blondes
Mangaliza
Rotes
Mangaliza
Duroc x
MangalizaF1
Duroc x
Mangaliza
F2

Duroc x

Cornwall

Körpermassenzunahme

g/Tag 554

554
538
545
527
501
420
434
451
434
570

Zunahme vor der Mast.

g/kg 725

725
698
664
686
599
496
516
532
522
703

Schlachtalter*,

Tag

235
241
255
246
277
329
321
308
320
243

Anteil Weißware

% (Fett) 29,

29,5
27
31,05
26,09
39,4
49,1
47,05
42,08
46,0
37,1

Muskelfleischanteil

% 5

56,0
58,02
55,0
58,06
48,0
38,4
39,9
44,2
41,05
51,0

* Endmasse von LW, LR, D, P = 130 kg, übrige Rassen 140 kg


Tabelle 3: Inhaltstoffe im Fleisch (Teilstück Kamm)

Bezeichnung
Ungar.
weißes
Lands
Schw..
(LW)
Ungar.
Landrasse
(LR)
Duroc
(D)
Pietrain
(P)
Cornwall
(C)
Blondes
Mangalica
Rotes
Mangalica
Duroc x
Mangalica F2
Duroc x
Mangaliza
F2

Duroc

x Cornwall

Mittelwert

Signifikanz

zwischen

Rassengruppen

P%
Lsd5%
Tr.substanz, % 3
34,01
32,58
35,93
33,53
34,96
35,93
36,13
38,03
36,50
34,49
35,21
10
3,37
Fett, %
14,06
12,98
16,41
14,17
15,81
16,94
16,90
19,14
17,08
14,88
15,83
0,1
1,43
Eiweiß, %
18,067
18,26
18,10
18,52
17,76
17,96
17,96
17,,35
18,04
18,11
18,07
ns
1,21


 

 

 

 

Der Mittelwert des Eiweißgehaltes der Fleischproben betrug 18,07 %. Die Varianzanalyse hat
auch in dieser Hinsicht keinen zuverlässigen Unterschied zwischen Rassen und Kreuzungen
nachgewiesen. Nach der Varianzanalyse ist die Wirkung des Geschlechts stärker als die des
Genotyps, jedoch kann die Abweichung nur in Stufe P 10 % nachgewiesen werden. Wir haben
den höchsten Eiweißgehalt beim ungarischen weißen Landschwein und Pietrain (18,67 – 18,52
%), den niedrigsten im Fleisch der D x Mangaliza F1–Kreuzungen festgestellt.

Der durchschnittliche Fettgehalt der Kammfleischproben betrug 15,83 %. Die Varianzanalyse
hat in Stufe P 0,1 % eine signifikante Abweichung unter den Behandlungen nachgewiesen. Wir
haben den höchsten Fettgehalt in dem Fleisch der D x Mangaliza F1–F2-Kreuzungen festgestellt
(19,14 – 17,08 %), dann folgten das blonde und das rote Mangalicaschwein (16,94 – 16,90 %).
Den geringsten, sich von den vorher erwähnten Rassen signifikant unterscheidenden Fettgehalt
hat das Fleisch der Rassen Pietrain (14,17 %), weißes Landschwein (14,06 %) und die Landrasse
(12,93 %) enthalten.

Neben dem aus den Schweinehälften gewinnbaren Fett ist die Menge und die Proportion der
gesättigten und ungesättigten Fettsäuren in den Fetten von Bedeutung. Wir haben unter den
Mittelwerten der Genotypen hinsichtlich des Gehaltes an gesättigten Fettsäuren eine signifikante
Abweichung in Stufe P 5 % gefunden, während bei den ungesättigten Fettsäuren eine
Abweichung in Stufe 1 % registriert werden konnte. Die Angaben sind in Tabelle 4 und
Abbildung 1 aufgeführt. Der Mittelwert der gesättigten Fettsäuren beträgt 41,99 %, bei den
ungesättigten 58,01 %. Das Fett des roten Mangalicaschweins enthält 36,99 % gesättigte
Fettsäuren, es ist mit Ausnahme des blonden Mangalicaschweins signifikant niedriger, also
günstiger als bei den weiteren untersuchten 8 Genotypen. Der Gehalt an ungesättigten Fettsäuren
beträgt 63,01 % und ist in Stufe P 0,1 % signifikant höher als bei den übrigen Rassen. Das
Geschlecht hat im Durchschnitt der Genotypen hinsichtlich der Menge der gesättigten und
ungesättigten Fettsäuren keinen signifikanten Unterschied verursacht.

Bei den gesättigten Fettsäuren ist im Mittel der Genotypen der Anteil der Palmitinsäure am
höchsten (62,01 %). Der Anteil der Stearinsäure beträgt 33,4 %, der der Miristinsäure 4,6 %
(Abbildung 2).

Die Mittelwerte der im Schweinefett häufigsten drei Arten der gesättigten Fettsäuren – Miristin-,
Palmitin-und Stearinsäure – unterscheiden sich je nach Genotyp in Stufe P 1 % und P 5 %
signifikant. Die Werte bei der Mangaliza-Farbvarianten sind niedriger als der Durchschnitt der
gesamten Versuchsgruppe.

Bei den ungesättigten Fettsäuren kommt die Ölsäure am häufigsten vor, sie ergibt 71,27 % aller
ungesättigten Fettsäuren. Die Miristolein-und Palmitoleinsäure sind lediglich mit 1,06 und
4,24 % vertreten (Abbildung 3).

Bei den in ernährungsphysiologischer Hinsicht wichtigeren, mehrere doppelte Bindungen
enthaltenden Fettsäuren betrug der Anteil der Linolsäure annähernd ein Viertel aller
ungesättigten Fettsäuren (22,59 %), während die Linolensäure, die 3 doppelte Bindungen enthält,
lediglich mit einem Anteil von 0,84 % vorhanden war.


Tabelle 4 : Fettsäurezusammensetzung im Rückenspeck verschiedener Genotypen (%)

Bezeichnung
Ungar.
weißes
Lands
chw.
(LW)
Ungar.
Landr.
(LR)
Duroc
(D)
Pietrain
(P)
Cornwall
(C)
Blondes
Mangalica
Rotes
Mangalica
Duroc x
Mangalica F1
Duroc x
MangalizcaF2

Duroc

x Cornwall

 

Mittelwert

Signifikanz

zwischen

Rassengruppen

P%
Lsd5%
Miristinsäure 1,71 1,81 2,06 1,76 1,59 1,68 1,77 2,18 1,88 2,15 1,86 1 0,35
Palmitinsäure 24,77 24,87 25,38 24,60 24,92 24,98 23,00 26,71 25,22 26,02 25,05 5 1,79
Stearinsäure 14,05 14,47 14,19 14,48 14,08 11,51 11,00 13,56 13,15 14,37 13,49 5 2,33
Miristoleinsäure 0,63 0,43 0,75 0,70 0,49 0,24 0,55 0,83 0,65 0,63 0,59 5 0,31
Palmitoleinsäure 2,12 2,23 2,32 2,11 2,19 2,74 2,66 2,63 2,46 2,20 2,36 1 0,32
Ölsäure 39,47 38,92 37,94 38,89 39,54 42,70 43,65 40,17 40,48 36,50 39,70 0,1 2,94
Linolsäure 13,37 12,88 13,73 12,95 13,14 12,26 13,59 9,65 11,66 12,90 12,61 0,1

1,69

Linolensäure 0,49 0,46 0,51 0,50 0,52 0,42 0,49 0,36 0,45 0,49 0,47 1 0,078

Gesätt.

Fettäure

(SFA%) 4

41,95 42,84 43,17 42,54 42,07 39,55 36,99 44,18 41,95 44,65 41,99 5

3,79

Ungesättigte

Fettsäure

58,05 57,16 56,83 57,46 57,44 60,45 63,01 55,82 58,05 55,35 58,01 1 3,79
MUFA (%) 42,22 41,58 40,56 41,70 42,22 45,68 46,86 43,63 43,59 39,93 42,73 - -
PUFA (%) 13,86 13,34 14,24 13,45 13,66 12,68 14,08 10,01 12,11 13,39 13,08 - -

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ettsäurezusammensetzung des Specks bei verschiedenen Rassegruppen



Abbildung 1: Fettsäurezusammensetzung des Specks bei verschiedenen Rassegruppen

ettsäurezusammensetzung des Specks bei verschiedenen Rassegruppen

Abbildung 2: Bestandteile an gesättigten Fettsäuren


Abbildung 3: Zusammensetzung an ungesättigten Fettsäuren

Der durchschnittliche Anteil ungesättigter Fettsäuren war im roten Mangalicaschweins
signifikant höher als in den übrigen Gruppen. Der Anteil der einfach ungesättigten
Fettsäuren (MUFA) ist bei beiden Mangalicaschweins, der Anteil der mehrfach ungesättigten
Fettsäuren (PUFA) nur beim roten Mangalizaschweins höher als in den übrigen 9 Gruppen
(Tabelle 4 und Abbildung 4).


Abbildung 4: Anteile einfach und mehrfach ungesättigter Fettsäuren im Speck des
Mangalicaschweins


Tabelle 5 veranschaulicht den Vorteil des Mangalicaschweins mit dem um 12 – 16 %
niedrigeren gesättigten und mit dem um 8 – 10 % höheren ungesättigten Fettsäuregehalt
deutlich. In ernährungsphysiologischer Sicht ist der um 12 % höhere Anteil der Ölsäure im
Fett der Mangalicaschweins besonders vorteilhaft.

Tabelle 5: Unterschiede in der Zusammensetzung der Fettsäuren bei dem
Mangalicaschwein und den modernen Rassen(%)

Bezeichnung
Mangalica
Modere Rasse
Abweichung
Stufe der Signifikanz
absolut
relativ %
P%
SzD 5%
Gesättigt
38,27
42,87
-4,60
-12,0
5
3,64
(36,99)*   -5,88 -15,9 1  
Ungesättigt
61-73
57,13
+4,60
+8,05
1
3-79
(63,01)*   +5,88 +10,3 0,1  
Miristinsäure e
0,40
0,60
-0,20
-50,00
5
0,31
Palmitinsäure 2
2,70
2,20
+0,50
+18,50
0,1
1,69
Stearinsäure 11,25 14,27 -3,02 -26,84 5 2,33
Miristoleinsäure 0,40 0,60 -0,20 -50,00 5 0,31
Palmitoleinsäure 2,70 2,20 +0,50 +18,50 0,1 0,32
Ölsäure 43,17 38,47 +4,70 +12,20 0,1 1,69
Linolsäure 12,93 13,16 -0,23 -1,80 0,1 1,69
Linolensäure 0 0,46 0,50 -0,04 - 8,00 1 0,078

 

 

 

 

 






 

 

* rotes Mangalicaschweins


Schlussfolgerungen

Nach den Erfahrungen der Mastversuche erreichen die Mangalicaschweins und ihre
Kreuzungen die Schlachtmasse 2 Monate später als die modernen Schweinerassen. Ihre
relative Fettproduktion ist um 52 % höher, ihre Fleischproduktion um 23 % niedriger als
bei den modernen Rassen. Der Trockensubstanzgehalt des Fleisches ist beim
Mangalicaschweins und seinen Kreuzungen höher als bei den modernen Rassen. Und
umgekehrt ist im Fleisch der modernen Rassen der Eiweißgehalt höher als bei den
Fettschweinen, jedoch kann der Unterschied zwischen den Mittelwerten der einzelnen
Genotypen ähnlich wie beim Trockensubstanzgehalt mit der untersuchten Tierzahl nicht
abgesichert werden.

Der Fettgehalt ist bei Fettschweinen natürlich größer als bei intensiven Fleischschweinen.
Wir haben bei der Untersuchung der Fettsäurezusammensetzung des Schweinefettes
festgestellt, dass die blonden und roten Mangalicaschweins hinsichtlich der gesättigten und
ungesättigten Fettsäuren ernährungsphysiologisch günstigere Werte haben als die heute
gezüchteten Kulturrassen.

Der Gehalt an den mehrere Doppelbindungen enthaltenden Li no l- und Linolensäure weist
bei den unterschiedlichen Nutzungsrichtungen keine wesentlichen Abweichungen auf.

Aufgrund dessen können die Mangalicaschweins und ihre Kreuzungen ohne weiteres für
die Herstellung von Markenwaren verwendet werden (z.B. Serrano-Schinken, der eine


lange Reifezeit beansprucht), zu denen das Fleisch oder die Teilstücke (Schinken) der
modernen Schweine weniger geeignet oder einfach ungeeignet sind. Die Rassen des
Mangalica eignen sich, in einer natürlichen Umwelt mit Öko-oder Biofuttermitteln
gefüttert, zur Herstellung beispiellos schmackhafter, eine längere Reifezeit benötigender
Produkte.

 

Literaturverzeichnis

Boross L.-Sajgó M. (1993): A biokémia alapjai. Mg. Kiadó. Budapest
Csáky F. (1933): Sertéshízlalás. 386 p.
Dorner B. (1921): Sertéstenyésztés. Pátria Rt. Budapest. 170 p.
Gosztonyi K.-Lásztity R. (1993): Élelmiszerkémia 2. Mezogazda Kiadó
Gundel J.-Hermán I-né (2001): Egy hagyományos és egy modern sertésfajta összehasonlító

hízlalása. Életmód: múlt, jelen, jövo. Magyar Elhízástudományi Társaság 2. kongresszusa,

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Incze K.-Csapó I. (2000): A húsok zsír-és koleszterin-tartalma és zsírsavképe. A Hús. 10.
évf. 1.sz. 19-23.p.

E. Kalm (1994): A sertéstenyésztés helyzete, fejlesztésének iránya és lehetoségei Nyugat-
Európában. Nemzetközi Sertéstenyésztési Tanácskozás Debrecen, 15-29.p.
Kiss I.-Ember I. (2000): A táplálkozás és a rák II. A Hús. 10. évf. 3.sz. 152-155.p.
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társadalmi-gazdasági összefüggése. A Hús. 10. évf. 3.sz. 178-187.p.

Scheeder és mtsai (1998): Oxidative stability and texture properties of fermented sausages
produced from pork differing in fatty acid composition Porc of the 44. th ICO MST,
Barcelona.

FATTY ACID COMPOSITION OF THE FAT IN DIFFERENT PIG GENOTYPES
AS COMPARED TO MANGALICA

Summary

The fatty acid composition of fat samples from individuals of 7 purebred and 3 crossbred
breeds fed with the same feeds were analysed.

Within the fatty acid composition in different purebred and crossbred varieties the
proportions of saturated and unsaturated acids were significantly different.

The saturated fatty acid content of the red Mangalica breed was 36,99 %, and with the
exception of the blonde Mangalica breed it was significantly lower, as well as their
unsaturated fatty acid content of 63,01 % was significantly higher at P 0,1% level than in
the other breeds.

Sex did not result in significant differences in the amounts of either saturated or
unsaturated fatty acids. Out of the saturated fatty acids, the mean values of the 10 breeds
analysed showed differences of significance at the level of P 5%.

As regards the amounts of unsaturated acids of miristoleic acid (0,59%) and linolenic acid
(0,47%) that occur in the smallest amounts, the differences between mean values at P 5%
were also significant.


The differences between the mean values of palmitoleic acid (2,36%), oleic acid (39,74%)
and linolic acids (12,59%), the latter being the most important as regards its significance
for nutrition physiology, are significant at the level of P 0.1%.


 
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